Es gibt Orte, die nicht leise sind – und trotzdem Frieden bringen.
Tarifa ist so einer.
Ganz unten, am letzten Zipfel Europas, dort, wo der Atlantik und das Mittelmeer sich die Hand reichen, wo der Wind nie wirklich ruht.
Ich erinnere mich an diesen ersten Morgen.
Das Licht kam nicht sanft, es kam ehrlich. Gold über Weiß, Salz auf der Haut, und irgendwo ein leises Lachen vom Meer.
Der Wind hatte die Palmen längst in Bewegung gebracht, als ich barfuß über den Sand ging. Kein perfekter Moment – ein echter.
Tarifa zwingt dich, loszulassen.
Hier kannst du nichts festhalten – keinen Plan, keine Frisur, kein Gefühl, das nicht durchgepustet wird.
Und genau das ist die Magie: Wenn du nichts mehr kontrollierst, beginnt das Leben dich zu tragen.
Die Straßen sind eng, die Häuser weiß gekalkt, die Türen blau gestrichen. In den Cafés riecht es nach starkem Kaffee und Mandeln. Katzen dösen in der Sonne, während Surfer mit Salz in den Haaren und Freiheit im Blick durch die Gassen laufen.
Und irgendwo zwischen Olivenholz und Meeresrauschen findest du dich selbst.
Ich saß abends auf einer kleinen Mauer, ein Glas Vino Blanco in der Hand, die Sonne schmolz ins Meer.
Der Himmel brannte in Farben, die man nicht mischen kann – man muss sie sehen.
Hinter mir Andalusien, vor mir Afrika. So nah, dass man die Lichter von Tanger flackern sah.
Tarifa ist kein Ort für Eile.
Es ist ein Ort, der dich lehrt, dass Stille nicht immer leise ist.
Dass Leben manchmal nur bedeutet: tief durchatmen und den Wind alles sagen lassen.
Gedanke des Tages:
Manchmal findet man sich nicht dort, wo alles stillsteht – sondern dort, wo alles in Bewegung ist.
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